Herzlich Willkommen am THG Nördlingen!

Naturwissenschaftlich-technologisches, sprachliches und wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium


UNESCO-Projekt-Schule

Eingangsbereich

Kunst und Konzert am Theodor-Heuss-Gymnasium

Am Abend des 06.04.2019 konnte die Fernsehübertragung eines Fußballspiels ein zahlreiches Publikum aus Eltern, musisch interessierten Gästen und Fans nicht davon abhalten, die diesjährige gemeinsame Veranstaltung von Kunstausstellung und Bigband-Konzert am THG zu besuchen. Als Besonderheiten prägten den Abend außerdem das 20-jährige Bestehen der Bigband unter ihrem Gründer und Leiter Andreas Nagl und der Abschied von der Aula, die voraussichtlich zum letzten Mal vor ihrem Abriss als Austragungsort diente.

„Kunst räumt den Staub des Alltags von der Seele“, zitierte der Schulleiter Oberstudiendirektor Robert Böse in seiner Begrüßung Pablo Picasso. Tatsächlich war das Programm aber so abwechslungsreich, von so hohem Niveau und derart schwungvoll, dass es den Staub regelrecht beiseite fegte und die Besucher fast zwei Stunden lang bei bester Laune hielt.

Die Präsentation einer erstaunlichen Vielfalt an künstlerischen Arbeiten aus den 5. bis 12. Klassen sowohl in der Cafeteria als auch dem rückwärtigen Teil der Aula mitsamt dem regelrecht professionellen Repertoire der Bigband bildeten ein gelungenes Mosaik, bei dem jedes Teil zu seinem ihm gebührenden Recht kam. Schon beim Betreten der Räumlichkeiten konnte der Besucher staunen über die Bandbreite der Kunstwerke, die Fülle an Farben, Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten. Während sich die Jüngsten unter Anleitung ihrer Kunsterzieher Frau Alexandra Böck, Oberstudienrätin Sabine Grimminger und Oberstudienrat Walter Müller mit Bleistift- und Tuschezeichnungen, Kalligraphie, Comics und Porträt befasst hatten, thematisierten die 7.-Klässler mittels exakter Zeichnungen von Skylines und Plakatcollagen Umwelt und Klimaveränderung. Die fortgeschrittenen Schüler hatten sich an kubistische und expressionistische Aquarellmalerei gewagt, aus Pappmache Figuren in allerhand Posen geschaffen, mit Papier gestaltet oder Modelle von gemütlich eingerichteten Hausbooten angefertigt. Mit praktischen Vorschlägen zur Gestaltung unserer Umgebung und unseres Alltags warteten die Kurse der Oberstufe auf, die kreative Entwürfe zu einem Pavillon im neuen Schulhof präsentierten oder als Graphiker und Designer Getränke- und Joghurtbehälter gestalteten, die Produktinformation, Umweltbewusstsein und ästhetischen Anspruch werbewirksam vereinen.

Diesen ersten visuellen Eindrücken folgten der schmissige musikalische Auftakt durch das bravourös gemeisterte „Blue Rondo alla Turk“ von Dave Brubeck und die offizielle Begrüßung. Charmant und natürlich führten Nina Hauber und Jannik Lill durch das geschickt aufgebaute Programm, indem sie nicht nur jeweils die Titel ankündigten, sondern auch Hintergrundinformation zu deren Entstehung und Rezeptionsgeschichte gaben. Die Bigband aus 40 Mädchen und Jungen aus den Jahrgangsstufen 8 bis 12 wurde verstärkt durch den Kunstlehrer Walter Müller am Saxophon und unterstützt durch die sowohl in klassischer Musik als auch in Jazz-Gesang akademisch ausgebildete Sängerin Luise Hänsel, einer THG-Abiturientin von 2010. Sie faszinierte die Zuhörer mit ihrer authentischen und einfühlsamen Interpretation bekannter Songs wie „I’m beginning to see the light“ von Duke Ellington, „Son of a Preacher Man“ von John Hurlay oder Musical-Titeln von Leonhard Bernstein oder Sholom Secunda. Nicht minder begeistert war das Publikum von den ruhigeren Jazzstücken, dem mühelosen Wechsel zu rockigen Rhythmen oder klassischen Swing-Standards, wobei immer wieder einzelne Bandmitglieder mit talentierten Soli an Trompete, Saxophon oder Posaune brillierten – herausragend der Abiturient Felix Schulze -, was stets mit Spontanapplaus honoriert wurde.

Während der „Kunst-Pause“ war Gelegenheit zu Gesprächen, vertiefter Betrachtung der künstlerischen Erzeugnisse und Stärkung mit Getränken, die Vertreter des Elternbeirats ausschenkten.

Im zweiten Teil des Konzerts riss die Bigband alle mit einem wahren Feuerwerk an Swing-Klassikern wie z.B. Jerry Grays „Pennsylvania 6-5000“ und Evergreens wie „Big Spender“ von C. Coleman erneut derart mit, dass sich das Publikum erst nach zwei Zugaben ( „Bei mir bist du schön“, „Ich will keine Schokolade“) zufrieden gab.

Im wahrsten Sinn des Wortes „beschwingt“ begab man sich nach diesem Highlight aus dem Schulleben nach Hause.