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UNESCO-Projekt-Schule

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Pasta, Pizza und Risotto im Distanzunterricht

Es ist Montag, 11.05 Uhr; die fünfte Schulstunde beginnt. Auf dem Stundenplan steht Italienisch. Doch statt Stift und Papier haben die Schülerinnen und Schüler der 10 E des Theodor-Heuss-Gymnasiums Nördlingen Küchenmesser, Kochlöffel, Töpfe und verschiedene andere Kochutensilien bereit gelegt. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Beate Eger widmen sie sich an diesem Tag der cucina italiana, der italienischen Küche. Als Hausaufgabe haben sie die Zutaten für ein risotto con rucola e noci, also ein Risotto mit Rucola und Nüssen, eingekauft. Per Videokonferenz leitet die Lehrkraft die Klasse in ihrer Küche an.

Die Idee ist im Januar während des Distanzunterrichts entstanden. „Zum einen steht die Begegnung mit der italienischen Kultur im Lehrplan, zum anderen sind wir schon so weit im Unterrichtsstoff, dass auch einmal Zeit für besondere Projekte bleibt“, erklärt Beate Eger, die deshalb derzeit mit all ihren Italienisch-Schülern kocht. Vor dem Risotto standen je nach Klasse bereits Pasta und Pizza auf dem Plan.

Fachschaftsleiterin Silke Knoll beteiligt sich ebenfalls mit ihren Klassen an dem Kochprojekt. „Unsere Stunden liegen oftmals sehr praktisch direkt vor dem Mittag, so dass sich das gemeinsame Kochen anbietet“, erzählt sie. Lachend fügt sie hinzu: „Ein bisschen bin ich mir wie ein Fernsehkoch vorgekommen, als ich erklärt habe, wann die Zwiebeln genau angeschwitzt werden müssen, und anschließend die kleingeschnittenen Auberginen in die Kamera oder den Laptop über den Topf gehalten habe.“ Zusammen mit ihrem Q11-Kurs hat sie am vergangenen Freitag Pasta alla Norma zubereitet. Das Rezept hat Beate Eger von einem Aufenthalt im sizilianischen Catania mitgebracht.

Normalerweise kommen die Schülerinnen und Schüler mit den italienischen Kulinaria in Berührung, wenn ihnen die beiden Lehrerinnen kleine Leckereien wie Panettone oder Tartufi mit in den Unterricht bringen. Durch die Hygienemaßnahmen und den Distanzunterricht war das in diesem Schuljahr bislang nicht möglich.

Bei Silke Knoll läuft stilecht im Hintergrund ein italienischer Radiosender; beide Lehrerinnen führen neben den Kochkünsten noch die Italienischvokabeln für Zwiebeln, Schürzen, Töpfe und Messer ein.

In der Q12 kam in der Vorwoche sogar eine Kooperation mit Valentino Giaracuni zustande; seine Stieftochter Leonie nahm Kurs und Leiterin live mit in die Backstube der „Valentino Bar Italiano“. Gemeinsam kneteten alle einen Pizzateig nach italienischem Rezept; zwischendurch konnten alle Fragen wegen eines zu trockenen Teigs oder zur richtigen Knettechnik fachmännisch geklärt werden.

Die Italienisch-Lernenden in allen Jahrgangsstufen sind hellauf von dem Projekt begeistert. Maximilian und Karolina aus der Q12 macht das Kochen viel Spaß: „Das ist eine tolle Abwechslung zur Arbeit am PC im Distanzunterricht.“ Fiona (10. Klasse) freut sich über die Tricks der italienischen Küche: „Dass eine italienische Pastasoße besonders lange eingekocht wird, war neu für mich. Aber das werde ich von nun an häufiger so machen.“

Am Ende haben auch die Familien der Schüler etwas von dem Projekt. Als sich um 12.30 Uhr alle aus der 10 E mit einem „Buon appetito!“ aus der Videokonferenz verabschieden, gibt es für die ganze Familie ein leckeres Risotto zum Mittagessen.

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