2. SMV - Seminar in Dinkelsbühl

Die Klassensprecher und Tutoren erwarben auf dem Seminar viel neues Wissen und freuen sich, dies an ihre Mitschüler weiterzugeben und damit den Schulalltag mitzugestalten und zu verbessern. Am 18. und 19. Februar 2019 fand das alljährliche SMV-Seminar in Dinkelsbühl statt. Ein besonderer Programmpunkt am ersten Seminartag war der Besuch von Michael Sell im Auftrag des Schülernetzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Er stellte den Schülern in einem Workshop das Netzwerk vor und begeisterte sie dafür. Im Plenum sammelten die Schüler mögliche Gründe für Ausgrenzung und Rassismus in der Schule, tauschten ihre Erfahrungen aus und überlegten sich Ansätze, um diesem Problem entgegenzuwirken. Danach forderte Herr Sell die Schüler auf, sich im Raum nach eigenem Geburtsort, dem der Eltern und anschließend dem der Großeltern ausgehend vom Tagungsort Dinkelsbühl und unserer Schule in Nördlingen zu verteilen. Dies verdeutlichte den Schülern, dass oftmals ihre Wurzeln auch weit über die Grenzen Deutschlands reichen. Anschließend sensibilisierte Herr Sell die Schüler durch Schätzfragen zum Thema Flüchtlingspolitik für die aktuelle Situation in Deutschland. Auf dem neu gewonnenen Bewusstsein aufbauend stellte Herr Sell die Organisation „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vor. Das Schülernetzwerk setzt sich für die Vermittlung zwischen Kulturen ein. Eine Schule erhält den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nur dann, wenn 70% aller Schüler, Lehrer und nicht pädagogischen Personals auf einer Liste unterschreiben. Damit stimmen diese den 3 Grundsätzen des Netzwerks zu und versprechen sich dafür einzusetzen:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Engagiert begannen die Anwesenden Ideen zu sammeln, um so das gesamte THG für diese Aktion zu gewinnen, um es den 7000 anderen Schulen in Deutschland gleichzutun.

Am darauffolgenden Tag bekamen die SMV–Mitglieder erneut Besuch. Johannes Pausch, Staatsanwalt am Augsburger Amtsgericht und ehemaliger Schüler des THGs, erzählte den Schülern von seinem Beruf und seinen Erfahrungen mit Rassismus in seinem Berufsalltag als Richter und Staatsanwalt. Auch klärte er über rechtliche Konsequenzen bei rassistisch motivierten Taten auf und darüber, warum es so wichtig sei, dagegen vorzugehen.

Im abschließenden Plenum mit OStD Böse wurde die aktuelle Situation des Umbaus besprochen und die weitere Vorgehensweise für die Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beratschlagt.

Die Schule ist stolz, den Erlös des letzten Unterstufenfestes in Höhe von 650 € an Martin Stumpf vom Verein "Vier Steine für Afrika" überreicht zu haben. Dankenswerterweise stellte sich Herr Stumpf als Fahrer zur Verfügung.